Film „Berditschew“ über Holocaust in der Ukraine 24/25.01.2010

Liebe Interessenten, wir möchten Sie kurzfristig auf eine Filmforführung hinweisen (Quelle: JOE-Liste), die am kommenden Sonntag und Montag stattfinden wird. Herzlichst, Ihr Kinoklub-Team

„Berditschew“

Film und Ausstellung
23.1., 24.3., 25.1. im
Ystader Straße 10
10437 Berlin

19:00 Uhr Einlass und Ausstellung
20:30 Uhr Film

Idee und Recherche: Thomas Wernicke
Regie, Schnitt: Michael Roosty Schmerschneider
Übersetzungen, Interviews: Elisaweta Belajewskaja
Kamera: Belajewskaja, Wernicke, Schmerschneider
Musik und Produktion: Michael Roosty Schmerschneider

http://www.berditschew.com

ZEITZEUGENBERICHTE:

Die Mordfelder von Berditschew

„…wir sind froh, unsere Lebensgeschichte euch mitteilen zu können.
Wir hatten ein sehr schwieriges Leben, in den Jahren 1941 “ 1942
herrschte der schreckliche Weltkrieg. Menschen, kleine Kinder und
Säuglinge, ältere Leute und Frauen wurden für nichts umgebracht. Das

soll Geschichte sein, niemand darf vergessen, welche grausame Zeit es
war. Wir wenden uns an Euch, damit eure Generation und alle
zukünftigen Generationen keinen Krieg mehr erleben müssen!“ ( Ida
Berson)

Thomas Wernicke ist Kunstlehrer an der Berliner Kurt-Schwitters-
Oberschule. 2007 reiste er privat mehrere Monate durch die Ukraine.
In Berditschew, einer Provinzstadt 140 Kilometer westlich von Kiew,
erzählten ihm Menschen von der Ermordung der jüdischen Bevölkerung
durch die deutsche Wehrmacht. Die Spuren des deutschen
Vernichtungsfeldzuges gegen die Sowjetunion sind in der Ukraine auch
fast 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges allgegenwärtig. Er
fand die Orte an denen 20 000 Berditschewer Juden erschossen und
verscharrt wurden und er fand ÜCberlebende. Er wollte mehr wissen und
kaufte eine Videokamera. In vertrauensvollen Begegnungen erzählten
ihm die vier Menschen, Überlebende des Genozids, nach und nach von
dem, was sie damals erlebt haben; wie ihre Familien ermordet wurden,
wie und warum sie selbst überlebt haben. Sie stellten sich ihren
Erinnerungen aus dem Wunsch heraus, Spuren zu hinterlassen und den
Toten Namen, ein Gesicht und eine Geschichte zu geben. Die
Ausstellung und der Film zBerditschewoe ist das Ergebnis dieser
pers=F6nlichen Spurensuche. Ein privat finanziertes Projekt, entstanden
aus dem Drängen der Geschichte gegen das Verharmlosen und das
Vergessen.

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